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Spinalkanalstenosen

Verfasst: Mi Okt 23, 2019 7:06 pm
von Gockel
Hallo an Alle,
kennt ihr die Symptomatik der Spinalkanalstenose bei XLH?
Je nachdem , wo die Stenose auftritt, sind die Beschwerden :

Halswirbelsäule : Arme und Hände schmerzen und werden immer steifer.(Fehldiagnose Carpaltunnel)
Man kann nicht mehr die Arme heben, über den Kopf und hat starke Nervenschmerzen, Kribbeln etc.

Lendenwirbelsäule: Schmerzen im unteren Rücken und Gefühl der Versteifung im unteren Rücken mit Ausstrahlung in die Beine:
Stürze häufen sich , weil Missempfindungen in den Beinen entstehen.

Gruß Gockel

Re: Spinalkanalstenosen

Verfasst: Fr Okt 25, 2019 7:34 am
von Tieftöner
Hallo,
Spinalkanalstenosen können bei Phosphatdiabetes auftreten, es gibt aber auch verschiedene andere Ursachen, die zu dieser Einengung des Wirbelkanals führen können. Die Beschwerden werden durch Druck auf Rückenmark, Nerven und Blutgefäße verursacht.
Häufig entsteht so etwas einfach durch den Alterungsprozess oder Bandscheibenvorfälle und macht auch nicht bei jedem wirklich Beschwerden. Die Bandbreite und Stärke der Symptome kann unterschiedlich ausgeprägt sein, also von relativ beschwerdefrei bis hin zu Ausfallserscheinungen (Lähmungen, Gefühllosigkeit in der betroffenen Extremität).
Bei Beschwerden ist es natürlich erst mal wichtig andere Diagnosen, die zu den Beschwerden führen auszuschließen (z.B. Carpaltunnelsyndrom, Durchblutungsstörungen "Schaufensterkrankheit,...). Welche Untersuchungen Sinn machen, bespricht man am besten mit seinem Arzt. Um z.B. Carpaltunnel auszuschließen, können die Nerven beim Neurologen durchgemessen werden. Bildgebende Verfahren (MRT, CT, Röntgen) helfen ebenfalls, die Diagnose zu stellen, Fehldiagnosen auszuschließen und die richtige Behandlung zu finden.
Für Spinalkanalstenose im Lendenwirbelbereich gibt es schon Leitlinien, für den Halsbereich weiß ich es nicht.
In jedem Fall ist es wichtig, die Rückenmuskulatur zu stärken (Physiotherapie, Rückenschule, Rehasport - über Rezept) und eine wirksame Schmerzbehandlung, sowie das weitere Vorgehen mit dem Arzt zu besprechen.

Gruß Tieftöner

Re: Spinalkanalstenosen

Verfasst: Di Nov 19, 2019 10:53 am
von Gockel
Hallo und danke für die Antwort.
Natürlich gibt es verschiedene Ursachen für die Spinalkanalstenosen. Aber ich kenne 3 XLH Betroffene, die diese Diagnose haben...
:ugeek:
Und deshalb ist diese Frage berechtigt! Und es ist wichtig , darauf hinzuweisen.

Die Therapie der XLH wird ja auch überall anders gehandhabt. Und für die Älteren unter uns , wird diese Therapie auch immer schwieriger.
Und somit auch die Nebenwirkungen und Spätfolgen von einem nicht gut eingestellten Phosphatdiabetes.

LG Gockel

Re: Spinalkanalstenosen

Verfasst: Sa Feb 29, 2020 2:00 pm
von stefan
Hallo Tieftöner, ich habe ebenfalls teilweise starke Schmerzen in der LWS welche in die rechte Hüfte ausstrahlen. Ich mach teilweise Joga aber so wirklich hilft es auch nicht. Welche Richtlinien von denen du sprichst gibt es denn dafür? Mich würde auch interessieren gibt es jemanden dem das Fitnessstudio von der KKasse bezahlt wird. Ich habe immer Probleme mit der Kontinuität weil ich viel Outdoorsport mache und wenn es schlecht Wetter ist mach ich dann wieder ewig lange nichts. Aber für ein Jahresabo bin ich mir dann doch wieder zu geizig. Eigentlich müsste das doch bei uns die Kasse übernehmen😊

Re: Spinalkanalstenosen

Verfasst: Sa Feb 29, 2020 7:29 pm
von Bumblebee
Hier gibt es bei der AOK die Orthocard, ich glaube, es sind 10 oder 12 mal Training an Geräten. Das muss der Hausarzt verordnen. Beim zweiten Mal zahlt man dann die Hälfte des sonst vorgesehenen Preises. Ich habe es nicht mehr genau im Kopf. Gibt es sowas vielleicht auch bei deiner Krankenkasse?

Gruß Bumblebee

Re: Spinalkanalstenosen

Verfasst: Sa Apr 11, 2020 12:51 pm
von stefan
Hallo Bumblebee.
Danke für den Tip. Werd ich meinen HA fragen wenn dieser ganze Coronawahnsinn wieder leichter wird. LG Stefan

Re: Spinalkanalstenosen

Verfasst: Fr Apr 24, 2020 8:14 am
von Tieftöner
Hallo Stefan,
war länger nicht im Forum und habe die Frage nach den Leitlinien nicht gelesen, deshalb jetzt die Antwort.
Leitlinien zu verschiedenen Erkrankungen findest du im Internet, wenn du bei der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) schaust. Das sind sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung bei verschiedenen Erkrankungen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren. Sie sind leider für Ärzte rechtlich nicht bindend, dennoch kann man sich dort über mögliche Diagnose- oder Behandlungsschritte informieren und versuchen darüber mit dem behandelnden Arzt ins Gespräch zu kommen.
Zu deiner Frage mit den Kosten für den Sport. Frag doch mal deinen Arzt nach der Verordnung von Rehasport. Die Krankenkasse nach Übernahme oder Beteiligung an den Kosten für z.B. das Fitnessstudio zu fragen, ist auch eine Möglichkeit.
Wenn du in der Pflege arbeitest, kann es, je nach Träger deiner Einrichtung sein, dass dieser Kosten für Sport im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung anteilig übernimmt.

Pass gut auf dich auf,
Gruß Tieftöner